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19.10.2026

Lehrergesundheit stärken: Belastungen, Schutzfaktoren und Maßnahmen für Schulen

Lehrergesundheit beschreibt die körperliche und psychische Gesundheit von Lehrkräften und Schulleitungen im Schulalltag. Laut Deutschem Schulbarometer 2026 der Robert Bosch Stiftung fühlen sich 36 Prozent der Lehrkräfte mehrmals pro Woche oder täglich emotional erschöpft. Am stärksten schützen eine kooperative Schulkultur und Unterstützung durch Schulsozialarbeit, ergänzt durch Angebote, die Stressregulation, Selbstorganisation und Erholung im Kollegium stärken.

Autorenfoto von Isabel Voß
Johannes Yazigi
Zwei Referentinnen von Strong Partners halten vor vollem Saal einen Workshop zur Stressregulation, auf der Leinwand die Folie „Was ist Stress?“

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Deutschem Schulbarometer 2026 fühlen sich 24 Prozent der Lehrkräfte mehrmals pro Woche emotional erschöpft, weitere 12 Prozent täglich.
  • Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen berichten im regionalen Vergleich des Schulbarometers 2026 die höchsten Werte emotionaler Erschöpfung.
  • 47 Prozent der Lehrkräfte wünschen sich laut Schulbarometer 2026 Fortbildung zum Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen.
  • In NRW verantwortet die Schulleitung nach § 59 Abs. 8 SchulG NRW die Gefährdungsbeurteilung psychosozialer Belastungen, die an allen öffentlichen Schulen mit dem COPSOQ-Fragebogen erhoben wird.

Für Schulleitungen hängt an der Lehrergesundheit auch die Frage, ob ein Kollegium dauerhaft arbeitsfähig bleibt. Laut Schulbarometer würden 28 Prozent der Lehrkräfte den Beruf wechseln, wenn sich eine Möglichkeit böte, obwohl 83 Prozent mit ihrer Arbeit insgesamt zufrieden sind. Jede Lehrkraft, die erschöpft ausfällt oder geht, erhöht den Druck auf alle, die bleiben. Strong Partners begleitet Schulen in der Gesundheitsförderung für Bildungseinrichtungen mit Formaten für Schüler:innen ebenso wie für Kollegium, Leitung und Eltern.

Lehrergesundheit in Zahlen: Was das Deutsche Schulbarometer 2026 zeigt

Das Deutsche Schulbarometer 2026 der Robert Bosch Stiftung ist eine repräsentative Längsschnittstudie, die Lehrkräfte regelmäßig zu ihrer beruflichen Situation befragt. Für die aktuelle Ausgabe hat forsa zwischen dem 11. November und dem 2. Dezember 2025 insgesamt 1.547 Lehrkräfte und Schulleitungen an allgemein- und berufsbildenden Schulen befragt.

Beim Thema Erschöpfung sind die Werte seit Jahren hoch. 24 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich mehrmals pro Woche emotional erschöpft, 12 Prozent täglich. Im Vorjahr lag der Anteil der täglich Erschöpften noch bei 10 Prozent. Emotionale Erschöpfung gilt in der Burnout-Forschung als Kernsymptom und häufig als erstes Warnzeichen, eine Diagnose ist damit noch nicht verbunden. Woran sich Erschöpfung im Team früh erkennen lässt, beschreibt unser Beitrag zu Burnout-Warnsignalen.

Besonders betroffen sind Lehrkräfte unter 40 Jahren, Frauen sowie Lehrkräfte an Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Schulleitungen berichten seltener Burnout-Symptome als Lehrkräfte ohne Leitungsfunktion. Im regionalen Vergleich weisen Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen die höchsten Werte emotionaler Erschöpfung auf, Lehrkräfte in Bayern und Baden-Württemberg die niedrigsten.

Lehrergesundheit in Zahlen

Kennzahl Schulbarometer 2026 Einordnung
Mehrmals pro Woche emotional erschöpft 24 % 2025: 24 %
Täglich emotional erschöpft 12 % 2025: 10 %
Mit der Arbeit insgesamt zufrieden 83 % seit 2024 stabil
Würden den Beruf wechseln, wenn möglich 28 % davon 10 % sicher
Verhalten der Schüler:innen als größte Herausforderung 46 % 2024: 35 %
Fortbildungswunsch zum Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen 47 % am häufigsten genannt

Was Lehrkräfte belastet: die häufigsten Belastungsfaktoren im Schulalltag

Nach ihren größten Herausforderungen gefragt, nennen 46 Prozent der Lehrkräfte das Verhalten der Schüler:innen, 2024 waren es noch 35 Prozent. Gemeint sind problematisches Sozialverhalten, fehlende Motivation, Konzentrationsprobleme und psychische Belastungen der Kinder und Jugendlichen. Es folgen die Heterogenität der Klassen mit 34 Prozent, Arbeitsbelastung und Zeitmangel mit 27 Prozent, Bildungspolitik und Bürokratie mit 22 Prozent sowie die Zusammenarbeit mit Eltern mit 20 Prozent.

Als stärksten Risikofaktor für emotionale Erschöpfung identifiziert das Schulbarometer Probleme mit physischer und psychischer Gewalt unter Schüler:innen. Dazu kommen Belastungen, die die Bezirksregierungen in ihren Materialien zur COPSOQ-Befragung als typische Handlungsfelder an Schulen nennen, etwa Lärm, Raumnot, Vertretungsstunden, Mehrarbeit und die Organisation des Ganztags.

Die psychische Lage der Schülerschaft wirkt direkt auf das Kollegium zurück. Laut dem Schulbarometer für Schüler:innen zeigt ein Viertel der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten. Lehrkräfte fangen viele dieser Situationen im Unterricht auf, häufig ohne dafür ausgebildet zu sein. Entsprechend wünschen sich 47 Prozent der Lehrkräfte Fortbildung zum Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen.

Schutzfaktoren für die Lehrergesundheit: Was im Kollegium entlastet

Das Schulbarometer zeigt auch, welche Bedingungen Lehrkräfte vor Überlastung schützen. Eine kooperative Schulkultur mit gemeinsamen Werten und Zielen sowie Unterstützung durch Schulsozialarbeit gehen mit geringerer Erschöpfung und höherer Zufriedenheit einher. Auf der persönlichen Ebene spielt das Selbstwirksamkeitserleben eine zentrale Rolle. Lehrkräfte, die sich zutrauen, heterogene Klassen gut zu unterrichten, berichten seltener von emotionaler Erschöpfung und denken seltener über einen Berufswechsel nach.

Die Robert Bosch Stiftung empfiehlt Schulen deshalb feste Zeiten für Teamarbeit, kollegiale Hospitationen und gemeinsame Feedbackverfahren. Auch eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit kann helfen, Erschöpfung vorzubeugen. Lehrergesundheit beginnt damit bei Strukturen, die Zusammenarbeit im Kollegium möglich machen, und wird durch Angebote ergänzt, die einzelne Lehrkräfte in ihren Kompetenzen stärken.

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Lehrergesundheit in NRW: Mit dem COPSOQ-Bericht zu konkreten Maßnahmen

Wie stark ein Kollegium belastet ist, erfahren Schulen in Nordrhein-Westfalen aus der Gefährdungsbeurteilung psychosozialer Belastungen. Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz. Erhoben wird sie an allen öffentlichen Schulen mit einem für Schulen angepassten COPSOQ-Fragebogen (Copenhagen Psychosocial Questionnaire), den die Freiburger Forschungsstelle Arbeitswissenschaften im Auftrag des Schulministeriums auswertet. Verantwortlich ist nach § 59 Abs. 8 SchulG NRW die Schulleitung. Die Teilnahme ist für jede Lehrkraft freiwillig und dauert etwa 30 Minuten. Wie eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung grundsätzlich aufgebaut ist, erklärt unser Beitrag zur psychischen Gefährdungsbeurteilung.

Die Befragung läuft in Runden je Regierungsbezirk. Im Regierungsbezirk Münster fand die dritte Runde von Februar bis März 2025 statt, die Schulberichte gingen im Mai 2025 an die Schulen. Im Regierungsbezirk Arnsberg läuft die dritte Befragung vom 2. bis 30. November 2026.

Etwa vier bis sechs Wochen nach der Erhebung erhält jede Schule einen anonymisierten Bericht, der die Belastungsspitzen im Kollegium zeigt und mit den früheren Befragungen vergleicht. Laut Merkblatt der Bezirksregierung Arnsberg steht den Schulen für die Auswertung ein dritter pädagogischer Tag zur Verfügung, an dem Kollegium, Lehrerrat und die Ansprechpersonen für Gleichstellungsfragen beteiligt werden sollen. Unterstützung bieten der vom Land beauftragte arbeitsmedizinische Dienst, das Landesprogramm Bildung und Gesundheit und die Schulpsychologie. Eine nach den COPSOQ-Skalen geordnete Sammlung von Maßnahmen verschiedener Anbieter stellt das Portal Sichere und gesunde Schule NRW bereit.

Der Bericht benennt die Belastungen, die passenden Maßnahmen wählt jede Schule selbst aus. An dieser Stelle können externe Partner wie Strong Partners einzelne Bausteine übernehmen, zum Beispiel Workshops für das Kollegium am Auswertungstag oder eine Reihe über das Schuljahr, und sie mit den Strukturen verbinden, die die Schule parallel aufbaut.

Maßnahmen zur Lehrergesundheit: Verhältnisse und Verhalten gemeinsam angehen

Wirksame Gesundheitsförderung an Schulen verbindet zwei Ebenen. Verhältnisprävention verbessert die Rahmenbedingungen, Verhaltensprävention stärkt die Kompetenzen der einzelnen Lehrkraft. Erst im Zusammenspiel entsteht eine Wirkung, die über einen einzelnen Termin hinaus trägt.

Verhältnisprävention: Strukturen, die Lehrkräfte entlasten

Verhältnisprävention setzt an den Bedingungen an, unter denen Lehrkräfte arbeiten. Dazu gehören feste Zeitfenster für Teamarbeit, verlässliche Absprachen zu Vertretungen, ruhige Rückzugsorte für Pausen, klare Rollen in der Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit sowie eine Steuerungsgruppe oder ein Gesundheitsteam, das Maßnahmen bündelt und nachhält. Der Referenzrahmen Schulqualität NRW verankert Gesundheit und Bewegung als eigene Dimension der Schulkultur. Solche Strukturen zahlen damit direkt auf die Schulentwicklung ein. Für Schulleitungen und Steuergruppen eignen sich Formate zu gesundheitsorientierter Führung, Teamkultur und Pausenkultur.

Verhaltensprävention: Kompetenzen im Kollegium stärken

Verhaltensprävention stärkt die Fähigkeit jeder Lehrkraft, mit Belastungen umzugehen. Für Kollegien eignen sich besonders Stressregulation und Resilienz, Selbstorganisation und Fokus, Schlaf und Erholung, kurze Entspannungstechniken für Pausen, Stimm- und Körpergesundheit sowie Rückengesundheit für einen Beruf mit viel Stehen und wenig echten Pausen. Formate wie Prüfungsfit oder Digitale Balance unterstützen Lehrkräfte außerdem dabei, belastete Kinder und Jugendliche sicher zu begleiten. Einen Einstieg in Techniken zur Stressbewältigung bietet unser Beitrag zu Achtsamkeit im Berufsalltag.

Entscheidend ist der Bezug zum Schulalltag. Übungen, die sich zwischen zwei Stunden, im Lehrerzimmer oder vor einer Konferenz umsetzen lassen, finden eher den Weg in die Routine als allgemeine Empfehlungen.

Formate: Vom pädagogischen Tag bis zur Projektwoche

Für Kollegien eignen sich vor allem drei Formate. Ein pädagogischer Tag zur Lehrergesundheit verbindet einen Impuls für das ganze Kollegium mit Workshops in kleinen Gruppen und lässt sich gut mit der Auswertung der COPSOQ-Ergebnisse kombinieren. Dasselbe gilt für schulinterne Lehrkräftefortbildungen (SchiLF), für die sich einzelne Themen als Halbtag buchen lassen. Eine Workshop-Reihe über das Schuljahr, gebucht in Halbtagen mit jeweils mehreren 90-minütigen Formaten, vertieft einzelne Themen und gibt Zeit, Neues zwischen den Terminen auszuprobieren. In einer Projektwoche oder an einem Gesundheitstag arbeiten Schülerschaft und Kollegium parallel an denselben Themen, wie bei unserer Projektwoche an der Montessorischule Sendenhorst.

„Ein pädagogischer Tag wirkt dann nach, wenn das Kollegium selbst mitbestimmt, woran gearbeitet wird. Deshalb setzen wir bei den Belastungen an, die Lehrkräfte im COPSOQ-Bericht oder im Vorgespräch benennen, und planen den Tag so, dass am Ende zwei oder drei Vorhaben stehen, die realistisch in das laufende Schuljahr passen“, sagt Johannes Yazigi, Co-Founder von Strong Partners und Ansprechpartner für Gesundheitsförderung in Bildungseinrichtungen.

Je nach Schule werden solche Formate aus eigenen Mitteln, über den Förderverein oder im Rahmen eines von einer Krankenkasse geförderten Vorhabens finanziert. Welcher Weg zu Ihrer Schule passt, klären wir gemeinsam im Erstgespräch. Formate für einzelne Schulformen finden Sie auf unseren Seiten für weiterführende Schulen, Grundschulen und Berufskollegs.

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Fortbildung zur Lehrergesundheit: Worauf Schulen bei externen Anbietern achten sollten

Ob ein Angebot zur Lehrergesundheit im Kollegium ankommt, hängt stark von der Auswahl des Anbieters ab. Fünf Kriterien helfen bei der Entscheidung.

  • Qualifikation. Referent:innen sollten die Qualifikationsanforderungen des GKV-Leitfadens Prävention erfüllen und aus passenden Fachrichtungen kommen, etwa Psychologie, Sport- und Bewegungswissenschaft oder Ernährung.
  • Bezug zur Ausgangslage. Ein gutes Angebot knüpft an die Ergebnisse Ihres COPSOQ-Berichts oder an eine eigene Bedarfsanalyse an und greift die Belastungen auf, die Ihr Kollegium tatsächlich benennt.
  • Praxis und Transfer. Übungen zum Mitmachen, Material für den Alltag und Methoden, die Lehrkräfte selbst weitergeben können, sorgen dafür, dass die Inhalte nach dem Termin weiterwirken.
  • Verlässlichkeit. Pädagogische Tage und Konferenzzeiten stehen lange fest. Ein Anbieter mit einem großen Team stellt sicher, dass Termine auch bei Krankheitsausfällen stattfinden. Bei Strong Partners tragen mehr als 30 Mitarbeitende diese Verantwortung gemeinsam.
  • Kollegium, Schülerschaft und Eltern aus einer Hand. Wenn ein Thema am selben Tag oder in derselben Woche im Workshop für die Klasse, im Impuls für das Kollegium und am Elternabend aufgegriffen wird, sprechen alle in der Schulgemeinschaft dieselbe Sprache, etwa beim Thema Stress vor Prüfungen.
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Fazit: Lehrergesundheit braucht Strukturen und gestärkte Kompetenzen

Das Deutsche Schulbarometer 2026 zeigt, dass mehr als jede dritte Lehrkraft regelmäßig emotional erschöpft ist und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen dabei die höchsten Werte berichten. Gleichzeitig sind die Schutzfaktoren gut bekannt. Eine kooperative Schulkultur, verlässliche Unterstützung im Schulalltag und Lehrkräfte, die sich im Umgang mit Belastungen sicher fühlen, machen den Unterschied. Für Schulen in NRW bietet der COPSOQ-Bericht einen guten Ausgangspunkt, um daraus gemeinsam mit dem Kollegium konkrete Maßnahmen abzuleiten und sie am pädagogischen Tag, in einer SchiLF oder über das Schuljahr umzusetzen.

Häufige Fragen zu Lehrergesundheit

Was versteht man unter Lehrergesundheit?

Lehrergesundheit beschreibt die körperliche und psychische Gesundheit von Lehrkräften und Schulleitungen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit. Dazu gehören Belastungen wie Lärm, Zeitdruck oder schwierige Situationen mit Schüler:innen ebenso wie Ressourcen, etwa ein gutes Miteinander im Kollegium. Lehrergesundheit ist Teil der Schulqualität und betrifft auch die Qualität des Unterrichts. In NRW ist das Thema im Referenzrahmen Schulqualität unter der Dimension Gesundheit und Bewegung verankert.

Wie viele Lehrkräfte sind von Burnout betroffen?

Eine verlässliche Zahl zu diagnostiziertem Burnout bei Lehrkräften gibt es nicht, weil Burnout keine eigenständige medizinische Diagnose ist. Das Deutsche Schulbarometer 2026 misst stattdessen typische Symptome. 24 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich mehrmals pro Woche emotional erschöpft, 12 Prozent täglich. Jüngere Lehrkräfte unter 40 Jahren sind häufiger betroffen als ältere Kolleg:innen.

Wer ist in NRW für die Gesundheit der Lehrkräfte an einer Schule zuständig?

Für die Gefährdungsbeurteilung psychosozialer Belastungen ist nach § 59 Abs. 8 SchulG NRW die Schulleitung verantwortlich. Erhoben werden die Belastungen landesweit mit dem COPSOQ-Fragebogen, die Auswertung erhält jede Schule als anonymisierten Bericht. Bei der Ableitung von Maßnahmen sollen Kollegium und Lehrerrat einbezogen werden. Unterstützung bieten unter anderem der arbeitsmedizinische Dienst des Landes, die Schulpsychologie und externe Partner.

Welche Maßnahmen verbessern die Lehrergesundheit?

Am wirksamsten ist eine Kombination aus besseren Rahmenbedingungen und gestärkten Kompetenzen. Zu den Rahmenbedingungen zählen feste Zeiten für Teamarbeit, kollegiale Hospitationen, Rückzugsorte und eine gut eingebundene Schulsozialarbeit. Auf der persönlichen Ebene helfen Workshops zu Stressregulation, Selbstorganisation, Schlaf, Entspannung sowie Stimm- und Körpergesundheit. Sinnvoll ist es, Maßnahmen an den Ergebnissen des eigenen COPSOQ-Berichts auszurichten.

Wie lässt sich ein pädagogischer Tag zur Lehrergesundheit gestalten?

Bewährt hat sich ein Aufbau mit einem gemeinsamen Impuls für das ganze Kollegium und anschließenden Workshops in kleineren Gruppen zu unterschiedlichen Themen. Wenn ein aktueller COPSOQ-Bericht vorliegt, können die Workshops gezielt an den dort sichtbaren Belastungen ansetzen. Zum Abschluss hilft eine kurze Runde, in der das Kollegium festlegt, welche Impulse im Schulalltag weiterverfolgt werden. So entsteht aus dem Tag ein Startpunkt für die weitere Arbeit der Steuerungsgruppe.

Wer bezahlt Angebote zur Lehrergesundheit?

Die Finanzierung unterscheidet sich von Schule zu Schule. Möglich sind eigene Mittel der Schule, der Förderverein oder ein gefördertes Vorhaben mit einer Krankenkasse, über das die Kasse im Einzelfall entscheidet. Welcher Weg realistisch ist, hängt unter anderem vom Träger und vom geplanten Umfang ab. Im Erstgespräch lässt sich das in der Regel schnell klären.

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