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26.06.2026

BGM für Büro und Lager: Wie debug beide Welten gesund hält

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen mit Büro- und Lagerteams kombiniert ergonomische Maßnahmen für Bildschirmarbeit mit hilfsmittelfreien Übungen für körperlich fordernde Tätigkeiten, da beide Belastungsprofile unterschiedliche Präventionsansätze erfordern. Laut Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe gehen rund 25 % aller Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland auf Muskel-Skelett-Belastungen zurück, ausgelöst sowohl durch Bewegungsmangel im Büro als auch durch körperliche Schwerarbeit. Das Münsteraner Eventtechnik-Unternehmen debug zeigt im Use Case mit Strong Partners, wie sich beide Belastungsprofile innerhalb eines BGM-Programms gemeinsam adressieren lassen.

Katharina Nottmeier
Katharina ist Marketing & Growth Managerin bei Strong Partners und begleitet Gesundheitsthemen und Events nah am Geschehen. Sie schreibt darüber, wie Unternehmen Gesundheit sichtbar machen und im Alltag verankern können.
debug team mit raoul und nina von strong partners

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Büro- und Lagerteams bedeutet, Maßnahmen für unterschiedliche Belastungsprofile innerhalb eines Unternehmens parallel zu entwickeln. Ein Beispiel liefert die Zusammenarbeit zwischen dem Münsteraner Eventtechnik-Unternehmen debug und Strong Partners, bei der Büro- und Technik-Crew mit jeweils passenden Formaten adressiert werden. Der Use Case zeigt, wie sich daraus ein BGM-Programm entwickelt hat, das im Alltag tatsächlich ankommt.

Wer ist debug und warum ist BGM für das Unternehmen relevant?

debug Team beim gemeinsamen Kaffeetrinken
Foto: © debug GmbH & Co. KG

debug ist ein 18-köpfiges Team mit Sitz in Münster, das deutschlandweit als Veranstaltungsexperte aktiv ist. Aus der klassischen Veranstaltungstechnik gewachsen, deckt das Unternehmen heute Medientechnik, Eventmanagement, Teilnehmermanagement, Content-Creation und Event-Marketing ab. In zahlreichen Locations und Hotels in Münster tritt debug zudem als fester Locationpartner auf.

Die Eventbranche gehört zu den körperlich fordernden Arbeitsfeldern. Wer Bühnen aufbaut, Equipment transportiert und auf Produktionen unter wechselnden Bedingungen arbeitet, ist anderen physischen Belastungen ausgesetzt als ein Schreibtischteam. Auf debug treffen beide Welten in einem Unternehmen aufeinander, was die Auswahl geeigneter BGM-Maßnahmen komplexer macht als in homogenen Belegschaften.

Auf Strong Partners ist debug über das gemeinsame Netzwerk in der Münsteraner Wirtschaft aufmerksam geworden. Beide Unternehmen realisieren seit Jahren gemeinsame Projekte in der Eventbranche, sodass der Schritt zur BGM-Zusammenarbeit naheliegend war.

Welche gesundheitlichen Herausforderungen bringt der Arbeitsalltag in der Eventbranche mit sich?

Die zentrale Herausforderung bei debug liegt in der Zweiteilung des Teams. Die Büro- Crew sitzt viel am Schreibtisch, arbeitet konzentriert am Bildschirm und benötigt entsprechenden Ausgleich. Die Technik-Crew ist im Lager und auf Produktionen körperlich stark gefordert, hebt schwere Lasten und arbeitet in ständig wechselnden Umgebungen.

Diese Zweiteilung ist kein Einzelfall. Rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland geht laut Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe auf Muskel-Skelett-Belastungen zurück1, wobei sowohl Bewegungsmangel im Büro als auch körperliche Schwerarbeit zu den Auslösern zählen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ordnet Heben, Tragen und repetitive Bewegungen klar als typische körperliche Belastungsfaktoren ein, die das Muskel-Skelett-System und das Herz-Kreislauf-System gleichzeitig beanspruchen.

Für die Technik-Crew bei debug sind deshalb Übungen ideal, die sich überall, ohne Hilfsmittel und direkt im stressigen Event-Alltag umsetzen lassen, um körperlich und mental in der Balance zu bleiben.

Symbolbild für die Techniker bei debug
Foto: © debug GmbH & Co. KG

Wie sieht der BGM-Maßnahmen-Mix bei debug konkret aus?

Foto: © debug GmbH & Co. KG

Strong Partners und debug haben einen Mix aus ergonomischen Hilfsmitteln und direkt anwendbarem Wissen etabliert. Dazu gehören Hocker und Balance-Platten für bewegtes Sitzen und Stehen im Büro, die Integration aktiver Pausen wie gemeinsamer Spaziergänge und das Erlernen von Übungen, die sich unkompliziert in den Alltag einbauen lassen. Selbst die korrekte Einstellung des Autositzes für Fahrten zu Event-Locations war bereits Thema.

Dieser Ansatz folgt einem Prinzip, das auch die BAuA für die Prävention von Muskel- Skelett-Erkrankungen empfiehlt: Verhältnisorientierte Maßnahmen wie ergonomische Hilfsmittel allein reichen nicht aus, wenn sie nicht durch verhaltensorientierte Trainings-und Schulungsmaßnahmen ergänzt werden. Bei debug zeigt sich das in der Kombination aus Sitzmöbeln, aktiven Pausen und gezielten Übungseinheiten.

Das absolute Highlight der Zusammenarbeit war die Rückenschulung mit Nina Scholz und Raoul Lacalandra im vergangenen Jahr. Das Format kam im Team extrem gut an, machte allen Beteiligten Spaß und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck im Alltag. Die gelernten Tipps werden bis heute angewendet.

„Die Zusammenarbeit mit Strong Partners ist für uns ein echter Gewinn. Sie schaffen es perfekt, die Brücke zwischen unserer Büro- und Technik-Crew zu schlagen und Gesundheit mit jeder Menge Spaß in unseren Arbeitsalltag zu integrieren.“, Burkhard Barenbrügge, debug

Warum lohnt sich BGM für Unternehmen mit unterschiedlichen Belastungsprofilen?

Das Ziel von debug ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden des Teams langfristig und nachhaltig zu sichern. Die Mitarbeitenden sollen das Handwerkszeug bekommen, um im oft stressigen Event-Alltag einen gesunden Ausgleich zu finden, sei es durch die richtige Haltung am Schreibtisch oder rückenfreundliches Arbeiten auf der Baustelle. Für das Unternehmen steht dahinter eine klare Botschaft an die Belegschaft: Die Menschen hinter den Projekten zählen. Das stärkt Zufriedenheit, Teamgeist und langfristige Fitness im Team, gerade in einer Branche mit hoher körperlicher und zeitlicher Belastung durch Events und Produktionen.

Wie kommuniziert debug die BGM-Angebote intern erfolgreich?

Bewährt hat sich bei debug ein Mix aus persönlicher Ansprache in Team-Meetings und digitalen Erinnerungen über interne Kommunikationskanäle. Entscheidend ist dabei, die Angebote ohne erhobenen Zeigefinger zu kommunizieren, sondern mit Spaß und als echten Benefit zu verpacken.

Diese Herangehensweise deckt sich mit einer zentralen Erkenntnis aus der BGM-Praxis: Akzeptanz entsteht, wenn Führungskräfte gesundheitsfördernde Maßnahmen selbst vorleben und Angebote nicht als zusätzliche Pflicht, sondern als Teil der Unternehmenskultur positioniert werden.

Wie funktioniert die Förderung von BGM-Maßnahmen über die Krankenkasse?

debug hat die Maßnahmen über die Krankenkasse fördern lassen. Der Prozess lief laut Unternehmen einfach und reibungslos, auch dank klarer Ansprechpartner auf Seiten der Krankenkasse.

Förderungen nach §20 SGB V ermöglichen es Unternehmen, BGM-Maßnahmen wie Workshops, Rückenschulungen und Präventionsformate teilweise oder vollständig durch die gesetzliche Krankenversicherung finanzieren zu lassen. Für Unternehmen ohne eigene BGM-Strukturen senkt das die Einstiegshürde erheblich, da externe Expertise und Förderung kombiniert werden können.

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Häufige Fragen zu BGM für Büro und Lager

Was bedeutet BGM für Unternehmen mit Büro- und Lagerteams konkret?

BGM für gemischte Teams bedeutet, dass innerhalb eines Unternehmens unterschiedliche Maßnahmen für verschiedene Belastungsprofile entwickelt werden. Bei debug heißt das ergonomische Hilfsmittel und aktive Pausen für die Büro-Crew, hilfsmittelfreie Übungen und Rückenschulungen für die Technik-Crew.

Welche Maßnahmen eignen sich für körperlich fordernde Berufe in der Eventbranche?

Geeignet sind Übungen, die sich ohne Hilfsmittel direkt am Arbeitsort umsetzen lassen, etwa Mobilisationsübungen vor dem Heben schwerer Lasten oder kurze Dehneinheiten während Produktionspausen. Rückenschulungen vermitteln zusätzlich Grundlagenwissen zu rückenschonendem Arbeiten.

Wie lässt sich BGM über die Krankenkasse fördern lassen?

Unternehmen können BGM-Maßnahmen über §20 SGB V bei der zuständigen Krankenkasse beantragen. Der Prozess umfasst in der Regel ein Erstgespräch mit der Krankenkasse, die Auswahl geeigneter Maßnahmen und die Abstimmung mit einem BGM-Anbieter wie Strong Partners.

Welche Rolle spielt interne Kommunikation für die Akzeptanz von BGM-Angeboten?

Interne Kommunikation entscheidet maßgeblich darüber, ob BGM-Angebote angenommen werden. Eine Kombination aus persönlicher Ansprache und digitalen Erinnerungen funktioniert gut, wenn die Angebote als Benefit statt als Verpflichtung kommuniziert werden.

Was unterscheidet eine Rückenschulung von klassischen BGM-Benefits wie einem Obstkorb?

Eine Rückenschulung vermittelt konkretes, anwendbares Wissen zu Haltung, Bewegung und Belastungsabbau, das langfristig wirkt. Klassische Benefits wie ein Obstkorb haben dagegen meist keinen strukturellen Einfluss auf Gesundheitsverhalten oder Belastungsreduktion.

Wie lange dauert es, bis sich BGM-Maßnahmen im Arbeitsalltag bemerkbar machen?

Bei debug wird die gelernte Rückenschulung bis heute im Alltag angewendet, was auf einen nachhaltigen Effekt hindeutet. Generell zeigen praxisnahe, wiederholbare Formate schneller Wirkung als einmalige Informationsveranstaltungen ohne Übungscharakter.

Fazit

Der Use Case debug zeigt, dass BGM in Unternehmen mit unterschiedlichen Belastungsprofilen funktioniert, wenn Maßnahmen passgenau statt einheitlich gedacht werden. Entscheidend ist die Kombination aus ergonomischen Hilfsmitteln, praxisnahen Übungen und einer internen Kommunikation, die Gesundheit als Benefit statt als Pflicht positioniert.

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