Aktive Pause am Arbeitsplatz – effektive Übungen für mehr Energie im Büro
Aktive Pausen am Arbeitsplatz sind kurze Bewegungseinheiten von 5 bis 15 Minuten, die direkt am Schreibtisch oder im Büro durchgeführt werden. Sie unterbrechen langes Sitzen, lösen Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken und steigern Konzentration sowie Produktivität. Du brauchst keine Sportkleidung – einfache Dehn- und Kräftigungsübungen reichen aus, um deine Gesundheit im Arbeitsalltag zu fördern.


Was ist eine aktive Pause und warum lohnt sie sich?
Aktive vs. passive Pause – der entscheidende Unterschied
Eine aktive Pause unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Kaffeepause oder dem Griff zum Smartphone. Während passive Pausen zwar Ablenkung bieten, bleibt dein Körper in derselben Position – meist sitzend. Die aktive Pause hingegen bringt Bewegung in deinen Arbeitsalltag: Gezielte Dehn-, Mobilisations- und Kräftigungsübungen aktivieren deine Muskulatur, fördern die Durchblutung und geben deinem Kreislauf einen Impuls.
Der Begriff bewegte Pause wird synonym verwendet und ist besonders im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung gebräuchlich. Beide Begriffe meinen dasselbe: kurze, strukturierte Bewegungseinheiten, die du ohne Umziehen oder Equipment direkt am Arbeitsplatz durchführen kannst. Schon 5–10 Minuten reichen aus, um Verspannungen zu lösen und deine Leistungsfähigkeit spürbar zu steigern.
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Gesundheitliche Vorteile: Von Rückenschmerzen bis Konzentration
Laut DAK-Gesundheitsreport gehören Muskel-Skelett-Erkrankungen – insbesondere Rückenbeschwerden – zu den häufigsten Ursachen für Fehltage in deutschen Unternehmen. Langes Sitzen belastet Bandscheiben, verkürzt Hüftbeuger und schwächt die Rumpfmuskulatur. Aktive Pausen wirken diesem Prozess gezielt entgegen: Sie mobilisieren die Wirbelsäule, dehnen verkürzte Muskelgruppen und aktivieren vernachlässigte Bereiche wie den oberen Rücken.
Gleichzeitig profitiert dein Gehirn: Durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr steigen Konzentration und Aufmerksamkeit. Neben den körperlichen Effekten wirken aktive Pausen auch auf die mentale Gesundheit: Sie bauen Stress ab, verbessern die Stimmung und fördern die Regeneration. Teams, die regelmäßig aktive Pausen machen, berichten häufig von weniger Verspannungen, höherer Arbeitszufriedenheit und einem besseren Teamgefühl.

So sieht eine aktive Pause aus
In nur zwei Minuten zeigen wir, wie eine professionell angeleitete Pause Schulter- und Nackenverspannungen löst – direkt am Schreibtisch, ohne Equipment.

Die folgenden Übungen kannst du einzeln oder als Komplett-Programm durchführen. Jede Übung funktioniert ohne Umziehen, Matte oder Equipment – ob im Büro oder im Homeoffice.
Übungen für Nacken, Schultern und oberen Rücken
Nacken-Dehnung: Setze dich aufrecht hin. Neige deinen Kopf langsam zur rechten Seite, als würdest du dein Ohr zur Schulter bringen. Halte 15 Sekunden, dann Seitenwechsel. Anschließend drehst du den Kopf langsam nach rechts – 15 Sekunden halten, dann links. 3 Durchgänge pro Seite.
Schulterkreisen: Stehe oder sitze aufrecht. Ziehe beide Schultern gleichzeitig nach oben, dann nach hinten, nach unten und wieder nach vorne. 10 Kreise vorwärts, dann 10 rückwärts. Löst Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich – besonders wirksam nach langen Schreibphasen.
Schulterblatt-Retraktion: Winkle beide Arme 90° an, Ellbogen auf Schulterhöhe. Ziehe die Ellbogen nach hinten, als würdest du die Schulterblätter zusammenführen. Halte 3 Sekunden, dann lösen. 10–12 Wiederholungen. Kräftigt den oberen Rücken und wirkt dem Rundrücken entgegen.

Seitdem wir mit Strong Partners zusammen arbeiten, hat sich spürbar etwas verändert. BGM wird jetzt ‘GROß’ geschrieben und ist ein fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Ulrike Kroos
Übungen für Rücken, Beine und Handgelenke
Oberkörper-Rotation: Setze dich aufrecht auf einen Stuhl, Füße fest am Boden. Drehe deinen Oberkörper nach rechts und greife die Stuhllehne. Halte 20 Sekunden, dann Seitenwechsel. Mobilisiert die Brustwirbelsäule, die durch langes Sitzen oft steif wird.
Wadenheben im Sitzen: Stelle beide Füße flach auf den Boden, Knie im rechten Winkel. Hebe die Fersen so weit an, dass du die Wadenmuskulatur deutlich anspannst, halte kurz oben, dann langsam wieder absenken. Wiederhole die Bewegung 15 bis 20 Mal. Fördert die Durchblutung in den Beinen und beugt dem Schweregefühl vor, das durch langes Sitzen entsteht.
Handgelenk-Mobilisation: Strecke einen Arm nach vorne, Handfläche zeigt nach oben. Ziehe mit der anderen Hand die Finger sanft nach unten, bis du eine Dehnung an der Innenseite des Handgelenks spürst. Halte 15 Sekunden, drehe die Handfläche dann nach unten und wiederhole die Dehnung in die andere Richtung. Wechsle danach die Seite. Beugt Überlastungsschmerzen vor, die durch langes Tippen und Mausbewegungen entstehen.


So integrierst du aktive Pausen in deinen Arbeitsalltag
Timing und Formate: Allein oder im Team
Die WHO empfiehlt in ihren Physical Activity Guidelines, sitzende Tätigkeiten regelmäßig zu unterbrechen. Ideal sind alle 60 bis 90 Minuten eine aktive Pause von 5 bis 15 Minuten. Entscheidend ist dabei nicht die Länge der einzelnen Einheit, sondern dass Bewegung überhaupt fest im Arbeitsalltag verankert wird. Ein strukturiertes wöchentliches Format schafft genau diese Verbindlichkeit und sorgt dafür, dass aktive Pausen nicht im Tagesgeschäft verschwinden.
Gemeinsame Pausenzeiten im Team motivieren, schaffen Verbindlichkeit und stärken den Zusammenhalt. In unseren BGM-Projekten schulen wir Pausenbeauftragte, die ihre Kolleginnen und Kollegen anleiten und als Multiplikatoren wirken. Alle Übungen funktionieren sowohl im Büro als auch im Homeoffice – im Homeoffice helfen feste Erinnerungen wie Kalender-Blocker, um die Routine aufrechtzuerhalten.
Keine Ausreden: Ohne Equipment direkt loslegen
Du brauchst keine Sportkleidung, keine Matte, kein Equipment. Alle Übungen funktionieren in normaler Bürokleidung. Optional können Hilfsmittel wie ein Faszienball die Übungen ergänzen, aber sie sind nicht notwendig. Diese Niedrigschwelligkeit macht aktive Pausen so erfolgreich: Keine Vorbereitung, keine Umkleide – einfach aufstehen und loslegen.


Aktive Pausen für dein Team – professionell begleitet
Mit 450+ durchgeführten Gesundheitstagen und Workshops wissen wir, wie aktive Pausen zur Unternehmenskultur passen. Unsere Coaches kommen zu dir – vor Ort, bundesweit mobil oder online.
Häufig gestellte Fragen zu aktiven Pausen
Wie lange sollte eine aktive Pause dauern?
Optimal sind 5–15 Minuten, abhängig von deinem Zeitbudget. Schon 5 Minuten mit 3–4 Übungen reichen aus, um Verspannungen zu lösen und die Durchblutung anzuregen. Wichtiger als die Länge ist die Regelmäßigkeit – idealerweise alle 60–90 Minuten eine kurze Bewegungseinheit.
Kann ich aktive Pausen auch im Homeoffice machen?
Absolut! Alle Übungen funktionieren auch zuhause ohne Equipment. Im Homeoffice fehlt oft die soziale Kontrolle – setze dir deshalb feste Erinnerungen per Kalender-Blocker. Nutze Pausen auch für einen kurzen Gang an die frische Luft oder ans offene Fenster.
Werden aktive Pausen von der Krankenkasse gefördert?
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V können gesetzliche Krankenkassen Maßnahmen wie Workshops oder Pausenprogramme bezuschussen. Strong Partners bietet ZPP-zertifizierte Präventionskurse an und unterstützt dich bei der Beantragung von Fördermitteln.
Was ist der Unterschied zwischen aktiver Pause und bewegter Pause?
Die Begriffe werden synonym verwendet. Beide beschreiben kurze Bewegungseinheiten während der Arbeitszeit, die Verspannungen lösen und die Leistungsfähigkeit steigern. „Bewegt Pause" ist vor allem im BGM-Kontext und bei Krankenkassen gebräuchlich, meint aber dasselbe wie „aktive Pause". Bietet Strong Partners auch Workshops für aktive Pausen an? Ja. Unsere Coaches führen dein Team durch aktive Pausen, schulen Pausenbeauftragte als Multiplikatoren und integrieren das Programm in Euer bestehendes BGM. Die Workshops finden vor Ort bei Euch im Unternehmen, bundesweit mobil oder online statt. Kontaktiere uns für ein unverbindliches Angebot.

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