Workshop, Keynote, Gesundheitstag oder Teambuilding: Welches BGM-Format passt zu welchem Ziel?
Welches BGM-Format das richtige ist, entscheidet dein Ziel: Eine Keynote setzt in kurzer Zeit einen Impuls für viele Mitarbeitende, ein Workshop verändert Verhalten in kleinen Gruppen nachhaltig, ein Gesundheitstag macht Gesundheit für die gesamte Belegschaft erlebbar und Teambuilding stärkt Zusammenhalt und Kommunikation im Team. Kein Format ist pauschal besser als das andere, sie wirken unterschiedlich tief und breit. In diesem Guide vergleichen wir die vier Formate nach Ziel, Zielgruppe, Wirkung und Aufwand, damit du die passende Maßnahme für dein Unternehmen auswählst.

Warum das Ziel über das BGM-Format entscheidet
Viele BGM-Maßnahmen verpuffen aus einem einfachen Grund: Das Format wurde vor dem Ziel gewählt. Ein Gesundheitstag, weil er sich gut anfühlt. Eine Keynote, weil der Termin frei war. Wirksam wird betriebliche Gesundheitsförderung erst, wenn du zuerst klärst, was sich in deinem Unternehmen verändern soll, und dann das Format wählst, das genau diese Veränderung leisten kann.
Drei Fragen bringen dich vor jeder Buchung weiter: Wen willst du erreichen, die ganze Belegschaft oder ein bestimmtes Team? Wie tief soll die Wirkung gehen, ein Denkanstoß oder eine echte Verhaltensänderung? Und was ist der Anlass, etwa hohe Fehlzeiten, spürbarer Stress, ein Kulturthema oder der Start eures betrieblichen Gesundheitsmanagements? Eine kurze anonyme Befragung der Belegschaft liefert dafür oft mehr Klarheit als jede interne Vermutung. Wie du ein BGM systematisch aufbaust, liest du in unserer BGM-Übersicht.
Vier BGM-Formate im Direktvergleich
Die folgende Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welches Format welches Ziel bedient, wie tief es wirkt und für welche Gruppengröße es gedacht ist.
Gut zu wissen: Alle vier Formate sind bei Strong Partners als Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V förderfähig. Die Wahl des Formats ist also keine Budgetfrage und kann sich voll auf dein Ziel konzentrieren.
Merksatz für die Auswahl: Je größer die Gruppe, desto breiter und flacher die Wirkung. Je kleiner die Gruppe, desto tiefer kannst du an Verhalten und Zusammenarbeit arbeiten.
Wann ist eine Keynote das richtige BGM-Format?
Eine Keynote ist das richtige Format, wenn du in kurzer Zeit viele Mitarbeitende für ein Gesundheitsthema sensibilisieren willst. Ein guter Impulsvortrag von 45 bis 90 Minuten holt auch die Kolleginnen und Kollegen ab, die sich freiwillig nie für einen Kurs anmelden würden, und schafft eine gemeinsame Wissensbasis im Unternehmen.
Typische Anlässe sind der Auftakt einer Gesundheitswoche, ein Führungskräfte-Event, eine Betriebsversammlung oder ein Thementag zu mentaler Gesundheit, Schlaf oder Ernährung. Wichtig für deine Erwartung: Eine Keynote stößt an und motiviert. Für eine dauerhafte Verhaltensänderung braucht es danach vertiefende Angebote, zum Beispiel einen Workshop zum selben Thema. Genau deshalb funktionieren Keynotes am besten als Einstieg in eine Maßnahmenkette. Einen Überblick über unsere Vortragsthemen findest du auf unserer Seite Keynotes & Vorträge. Wir bieten unsere Impulsvorträge vor Ort, online oder im hybriden Format an.
Wann lohnt sich ein Workshop im BGM?
Ein Workshop lohnt sich, wenn in deinem Unternehmen ein konkretes Gesundheitsthema mit klarem Handlungsbedarf identifiziert ist. Hat eine Befragung zum Beispiel ergeben, dass Stress und fehlende Erholung die größten Belastungen sind, bringt ein halb- oder ganztägiger Workshop zu Stressmanagement mehr als jede breite Einzelaktion. In kleinen Gruppen üben die Teilnehmenden konkrete Techniken, tauschen sich aus und nehmen umsetzbare Routinen mit in den Arbeitsalltag.
Workshops eignen sich außerdem als Reihe über mehrere Termine, wenn ein Thema wie Resilienz, Ergonomie oder gesunde Führung dauerhaft verankert werden soll. Sie sind das Format mit der größten Wirkungstiefe pro Teilnehmendem, erreichen dafür aber weniger Menschen gleichzeitig. Welche Workshop-Themen bei unseren Kunden am häufigsten gebucht werden, siehst du auf unserer Workshop-Seite.
Wann ist ein Gesundheitstag die beste Wahl?

Ein Gesundheitstag ist die beste Wahl, wenn du Gesundheit im gesamten Unternehmen sichtbar machen und die komplette Belegschaft aktivieren willst. An einem Tag kombinierst du Impulsvorträge, Mitmach-Stationen, Workshops und Check-ups zu einem Erlebnis, das auch Mitarbeitende erreicht, die sich sonst nicht mit dem Thema beschäftigen.
Strategisch kann ein Gesundheitstag drei Funktionen erfüllen: als Kick-off für ein neues BGM, als Motivation für anschließende Maßnahmen wie Kurse oder Workshops und als sichtbares Signal, dass dem Unternehmen die Gesundheit seiner Mitarbeitenden wichtig ist (Haufe Arbeitsschutz). Damit die Wirkung nicht verpufft, sollte der Tag in ein Gesamtkonzept eingebettet sein und Folgeangebote direkt ankündigen. Gesundheitstage sind als Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20a SGB V förderfähig, ein erheblicher Teil der Kosten kann also über die Krankenkassen getragen werden. Wie du einen Gesundheitstag konkret planst, von der Bedarfsanalyse bis zur Förderung, liest du in unserem Leitfaden Gesundheitstag im Unternehmen: Planung, Formate, Kosten und Förderung.
Wann bringt Teambuilding den größten Effekt?

Teambuilding bringt den größten Effekt, wenn dein Ziel beim Miteinander liegt: nach Umstrukturierungen, bei neu zusammengesetzten oder schnell gewachsenen Teams, bei spürbaren Spannungen oder wenn Remote-Teams sich im Alltag kaum begegnen. Gemeinsame Erlebnisse außerhalb der Arbeitsroutine bauen Vertrauen auf und verbessern die Kommunikation, und beides zahlt direkt auf die Gesundheit ein. Ein gutes Teamklima gilt als eine der wichtigsten Ressourcen gegen psychische Belastung am Arbeitsplatz.
Damit Teambuilding mehr wird als ein netter Nachmittag, sollte es an einem konkreten Team-Ziel ansetzen, etwa Rollen klären, Zusammenarbeit verbessern oder einen Neustart markieren. Aktive Formate mit Bewegung verbinden den Teameffekt zusätzlich mit einem körperlichen Gesundheitsimpuls. Unsere Teambuilding-Formate für Unternehmen findest du hier. Wie Teambuilding speziell bei jungen Zielgruppen wirkt, zeigt unser Beitrag zu BGM für Auszubildende.
Lassen sich BGM-Formate kombinieren?
Ja, BGM-Formate lassen sich kombinieren, und in der Praxis entsteht die größte Wirkung genau dadurch. Eine bewährte Kette: Eine Keynote öffnet das Thema für alle, ein Gesundheitstag macht es erlebbar, Workshops vertiefen es dort, wo der Bedarf am größten ist, und Teambuilding stärkt parallel das Miteinander.
Wenn du mehrere Ziele und Zielgruppen gleichzeitig erreichen willst, ist eine Gesundheitswoche das passende Rahmenformat. Sie verteilt verschiedene Formate auf fünf Tage, spricht Zielgruppen wie Büro, Produktion oder Azubis getrennt an und ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen als ein einzelner Tag. Auch die Gesundheitswoche ist nach § 20a SGB V förderfähig. Mehr dazu auf unserer Seite zur Gesundheitswoche.
Entscheidungshilfe: Welches Format passt zu deinem Ziel?
Zur schnellen Orientierung, vom Ziel aus gedacht:
- Du willst viele Mitarbeitende in kurzer Zeit sensibilisieren: Keynote.
- Ein konkretes Gesundheitsthema soll sich nachhaltig verändern: Workshop.
- Gesundheit soll im ganzen Unternehmen sichtbar werden oder euer BGM startet gerade: Gesundheitstag.
- Der Zusammenhalt in einem Team soll wachsen: Teambuilding.
- Mehrere Ziele und Zielgruppen gleichzeitig: Gesundheitswoche als Kombination.
Wenn du unsicher bist, wo dein Unternehmen steht: Unser BGM-Finder führt dich in wenigen Minuten zu einer ersten Einschätzung, welche Maßnahme zu eurer Situation passt.
Häufig gestellte Fragen zur Wahl des BGM-Formats
Was ist der Unterschied zwischen einer Keynote und einem Workshop?
Eine Keynote ist ein Vortrag von 45 bis 90 Minuten für große Gruppen, der informiert und motiviert. Ein Workshop dauert einen halben bis ganzen Tag, findet in kleinen Gruppen statt und arbeitet aktiv an Verhalten und Kompetenzen. Kurz gesagt: Die Keynote setzt den Impuls, der Workshop sorgt für die Umsetzung. In der Praxis ergänzen sich beide Formate, etwa wenn auf einen Vortrag zu Stressprävention ein vertiefender Workshop für besonders belastete Teams folgt.
Welches BGM-Format eignet sich für den Einstieg ins betriebliche Gesundheitsmanagement?
Für den Einstieg eignet sich meist ein Gesundheitstag, weil er die gesamte Belegschaft erreicht, das Thema Gesundheit im Unternehmen sichtbar macht und als Auftakt für weitere Maßnahmen dient. Er zeigt außerdem, welche Themen bei den Mitarbeitenden auf das größte Interesse stoßen, und liefert damit die Grundlage für die nächsten Schritte. Wichtig ist, den Tag mit einer kurzen Bedarfsanalyse vorzubereiten und Folgeangebote direkt anzukündigen.
Sind alle BGM-Formate über die Krankenkasse förderfähig?
Ja, bei Strong Partners sind alle BGM-Formate förderfähig: Keynotes, Workshops, Gesundheitstage, Gesundheitswochen und Teambuilding sind als Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V bezuschussbar, weil sie die Qualitätskriterien des GKV-Spitzenverbands erfüllen. Die Förderhöhe hängt von der jeweiligen Krankenkasse und der konkreten Maßnahme ab. Einen Überblick über alle Fördermöglichkeiten gibt unser Beitrag zur BGM-Förderung. Welche Förderung für eure geplante Maßnahme möglich ist, klären wir im Erstgespräch und übernehmen auf Wunsch die Abstimmung mit der zuständigen Krankenkasse.
Woher weiß ich, welches Gesundheitsthema mein Team gerade braucht?
Der verlässlichste Weg ist eine kurze anonyme Befragung der Belegschaft, weil sie den tatsächlichen Bedarf zeigt statt der internen Vermutung. Auch Fehlzeitendaten, Rückmeldungen aus Mitarbeitergesprächen und Beobachtungen der Führungskräfte geben Hinweise, etwa auf Stress, Rückenbeschwerden oder Konflikte im Team. Aus dem erkannten Bedarf ergibt sich dann fast von selbst, ob ein breites Format wie der Gesundheitstag oder ein tiefes Format wie der Workshop die richtige Wahl ist.
Wie lange im Voraus sollte ich ein BGM-Format anfragen?
Für einen Gesundheitstag oder eine Gesundheitswoche solltest du mit rund 8 bis 12 Wochen Vorlauf rechnen, damit Bedarfsanalyse, Konzept, Förderabstimmung und interne Kommunikation genug Zeit haben. Einzelne Keynotes und Workshops lassen sich kurzfristiger umsetzen, profitieren aber ebenfalls von einer sauberen Vorbereitung und rechtzeitiger Einladung der Mitarbeitenden. Je früher du anfragst, desto besser lassen sich Wunschtermine und passende Referentinnen und Referenten sichern.
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