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18.06.2026

BGM-Maßnahmen für Bürojobs: Wie secova Bewegung in den Arbeitsalltag gebracht hat

BGM-Maßnahmen für Bürojobs sind regelmäßige Bewegungs- und Gesundheitsangebote, die direkt im Arbeitsalltag stattfinden und gezielt Beschwerden durch Schreibtischarbeit wie Rücken-, Nacken- und Schulterprobleme reduzieren. Das Technologieunternehmen secova aus Rheine zeigt am eigenen Beispiel, wie ein wöchentlicher Yoga- und Powerkurs mit über 100 Mitarbeitenden in der Praxis funktioniert.

Katharina Nottmeier
Katharina ist Marketing & Growth Managerin bei Strong Partners und begleitet Gesundheitsthemen und Events nah am Geschehen. Sie schreibt darüber, wie Unternehmen Gesundheit sichtbar machen und im Alltag verankern können.
Bewegungsexperte Raoul Lacalandra bei einem Anwenderworkshop mit secova

Betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten bedeutet konkret: Maßnahmen, die Beschäftigte dort abholen, wo Beschwerden entstehen, also am Schreibtisch, in der Mittagspause und in Meetings. Welche Maßnahmen dabei funktionieren und wie der Weg dorthin aussieht, zeigt das Beispiel von secova aus Rheine.

Das Münsterländer Technologieunternehmen secova entwickelt mit seinem Produkt sam® eine EHS-Softwareplattform, die von über 3,6 Millionen Nutzern weltweit eingesetzt wird. Intern arbeiten mehr als 100 Mitarbeitende, die meisten davon an Bildschirmen und in Meetings. Ein klassisches Büro-Setting mit klassischen Büro-Problemen: Rücken, Nacken, Schultern, Bewegungsmangel.

Warum Büroarbeit ein Gesundheitsproblem ist – und was Zahlen dazu sagen

Rückenschmerzen sind 2024 der häufigste Grund für krankheitsbedingte Fehltage in Deutschland. Laut Daten der KKH Kaufmännischen Krankenkasse verzeichnete die Kasse 2024 rund 142 Krankheitstage je 100 Versicherungsmitglieder allein aufgrund von Rückenschmerzen – das sind knapp 20 Prozent mehr als noch 2019. Bereits jeder achte Berufstätige erhielt 2024 eine entsprechende Diagnose.

Gleichzeitig weiß die Mehrheit um das Problem: Laut einer ERGOTOPIA-Studie unter 546 deutschsprachigen Berufstätigen sind 63 Prozent von Rückenschmerzen betroffen, und 54 Prozent sind überzeugt, dass Bewegung ihre Produktivität steigern würde. Trotzdem machen 21 Prozent weniger als 30 Minuten Pause am Tag.

Das Wissen allein bewegt keine Menschen. Das ist das Kernproblem, das Unternehmen lösen müssen – und genau das beschreibt secova in eigenen Worten: höhenverstellbare Schreibtische vorhanden, innerer Schweinehund trotzdem hartnäckig. „Ich stell den Tisch mal hoch. Ich geh mittags kurz spazieren. Ich mach heute Abend Sport" – Vorsätze, die viele kennen, und die ohne externes Angebot selten Routine werden.

Welche BGM-Maßnahmen secova konkret umsetzt

secova hat mit Strong Partners ein wöchentliches Bewegungsangebot aufgebaut, das fest im Arbeitsalltag verankert ist. Jeden Montag gibt es mittags eine 30-minütige Yoga- und Stretching-Einheit sowie nach Feierabend einen einstündigen Powerkurs im Unternehmen. Beide Formate finden direkt vor Ort statt, ohne dass Mitarbeitende dafür in ein Fitnessstudio fahren müssen.

Darüber hinaus integriert secova Bewegungseinheiten auch in Strategiemeetings und Jahrestreffen: Yoga, Workout-Sessions, Atemübungen und Silent Walks als fester Bestandteil von Veranstaltungen, die sonst ausschließlich aus Sitzen und Präsentationen bestehen.

Das entspricht dem Prinzip der Bewegten Pause: kurze, regelmäßige Bewegungsimpulse, die in bestehende Arbeitsstrukturen integriert werden, statt ein paralleles Freizeitangebot zu schaffen, das Mitarbeitende zusätzlich zu ihrem Arbeitstag leisten müssen. Eine Auswertung auf Basis von Studiendaten zeigt, dass aktive Pausen das Fehlzeiten-Risiko bei regelmäßiger Teilnahme senken können.

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Warum secova sich für Strong Partners entschieden hat

Der entscheidende Faktor bei der Auswahl war kein Preisvergleich. secova wollte einen Partner, der mitdenkt und zum Unternehmen passt – kein Standardpaket, sondern ein Angebot, das zur Kultur des Unternehmens passt. Die BGM-Beauftragten beschreiben die Zusammenarbeit als „auf Augenhöhe, ohne Schnickschnack": Absprachen werden eingehalten, die Kommunikation ist unkompliziert, das Angebot inhaltlich breit. Ob Yogakurs, Powerkurs, Gesundheitsvortrag oder Aktionstag – die Formate lassen sich flexibel kombinieren.

„Strong Partners ist für uns ein super Match: zuverlässig, herzlich und mit einem Angebot, das wirklich zu uns passt. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unser Team Bock auf Bewegung hat.“, sagt Anna Braininger, People Operations & Office Manager bei secova.

Wie die Krankenkassenförderung abläuft

BGM-Maßnahmen wie Fitnesskurse, Yoga und Bewegungsangebote können über §20 SGB V durch gesetzliche Krankenkassen bezuschusst werden. Das bedeutet: Qualifizierte Angebote werden von den Krankenkassen mitfinanziert, was den Eigenanteil des Unternehmens deutlich reduziert.

Bei secova lief der Start der Förderung gut, mit Unterstützung durch Strong Partners bei der Abwicklung. Die interne Herausforderung lag weniger im Prozess selbst als im Rücklauf: Zu wenige Mitarbeitende haben ihre Teilnahmebescheinigungen zeitnah eingereicht, was die Abrechnung erschwerte. Das ist ein häufig unterschätzter Punkt – die Organisation der Krankenkassenförderung erfordert auch intern aktives Nachfassen.

Für HR-Verantwortliche, die ein gefördertes Bewegungsangebot einführen möchten, bedeutet das konkret: Kommunikation und Erinnerungsschleifen intern einplanen, nicht nur das Angebot selbst.

Was Mitarbeitende zu den Kursen sagen

Die Rückmeldungen bei secova sind eindeutig positiv. Die Kurse werden gelobt, die Trainer als motivierend beschrieben – und das gilt auch für Mitarbeitende, die anfangs skeptisch waren. Was besonders hervorgehoben wird, ist die Kombination aus fachlicher Qualität und Atmosphäre: Die Einheiten fühlen sich nicht wie eine Pflichtveranstaltung an, sondern wie eine echte Auszeit im Arbeitstag.

Das ist kein Zufall. Firmenfitness, die tatsächlich angenommen wird, entsteht dann, wenn das Angebot niedrigschwellig zugänglich ist, also ohne Umwege, ohne Voranmeldebürokratie und ohne den Charakter eines Pflichttermins. Regelmäßigkeit und Format entscheiden darüber, ob Mitarbeitende wiederkommen – nicht allein der Inhalt.

Was BGM für Bürojobs leisten kann – und was nicht

BGM-Maßnahmen im Bürokontext können Beschwerden reduzieren, Fehlzeiten senken und die Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Sie ersetzen aber keine individuellen physiotherapeutischen Behandlungen und sie funktionieren nicht ohne Eigenverantwortung der Beschäftigten. secova formuliert das klar: Den letzten Schritt muss jede und jeder für sich selbst gehen.

Was BGM leisten kann, ist den Rahmen zu schaffen, in dem dieser Schritt leichter fällt. Ein fester wöchentlicher Yogakurs ist niedrigschwelliger als ein Fitnessstudio-Abo. Eine Bewegte Pause in der Mittagszeit braucht keine zusätzliche Motivation, weil sie einfach „da ist". Und ein Powerkurs nach Feierabend, direkt im Unternehmen, spart die Hürde des Pendelns.

Das ist der Kern dessen, was gut umgesetztes BGM tut: Es macht Gesundheitsverhalten zur leichtesten Option.

Strong Partners unterstützt Unternehmen dabei, diesen Rahmen zu schaffen – von der einzelnen Bewegten Pause bis zur systematischen BGM-Strategie. Alle Angebote sind durch zertifizierte Fachkräfte durchgeführt und können über die gesetzlichen Krankenkassen nach §20 SGB V bezuschusst werden.

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Häufige Fragen zu BGM-Maßnahmen im Büro

Welche BGM-Maßnahmen helfen am meisten bei Schreibtischarbeit?

Am wirksamsten sind Maßnahmen, die regelmäßig und direkt im Arbeitsalltag stattfinden. Dazu zählen Bewegte Pausen, Yoga und Stretching-Einheiten sowie Rücken- oder Kraftkurse am Arbeitsplatz oder in unmittelbarer Nähe. Einmalige Aktionen wie ein Gesundheitstag sind sinnvoll zur Sensibilisierung, reichen aber allein nicht aus, um Beschwerden dauerhaft zu reduzieren.

Wie teuer ist betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen?

Die Kosten hängen stark vom Umfang ab. Einzelne Formate wie eine wöchentliche Bewegte Pause sind deutlich günstiger als umfassende BGM-Strategieprogramme. Ein erheblicher Teil der Kosten kann über die Krankenkassenförderung nach §20 SGB V gedeckt werden, wenn der Anbieter entsprechend zertifiziert ist. Der tatsächliche Eigenanteil variiert je nach Kasse, Maßnahme und Teilnehmerzahl.

Wie läuft die Krankenkassenförderung für BGM-Kurse ab?

Unternehmen schließen mit einem zertifizierten BGM-Anbieter einen Vertrag, die Kurse werden durchgeführt, und Mitarbeitende erhalten Teilnahmebescheinigungen. Diese Bescheinigungen reichen die Mitarbeitenden bei ihrer Krankenkasse ein und erhalten einen Zuschuss. Alternativ können Arbeitgeber die Kurse direkt mit der Krankenkasse abrechnen. Wichtig: Der interne Aufwand für das Einsammeln der Bescheinigungen ist nicht zu unterschätzen.

Müssen Mitarbeitende an BGM-Maßnahmen teilnehmen?

Nein. BGM-Maßnahmen sind freiwillig. Entscheidend für die Teilnahmequote ist daher, wie niedrigschwellig das Angebot gestaltet ist und wie es intern kommuniziert wird. Angebote, die direkt im Unternehmen stattfinden und in den Arbeitsalltag integriert sind, erreichen erfahrungsgemäß höhere Teilnahmequoten als externe Kursangebote.

Wie schnell zeigen BGM-Maßnahmen Wirkung?

Erste Effekte auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind oft schon nach wenigen Wochen spürbar. Messbare Auswirkungen auf Fehlzeiten und Produktivität zeigen sich laut Studienlage in der Regel nach sechs bis neun Monaten regelmäßiger Maßnahmen.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für den BGM-Erfolg?

Eine erhebliche. BGM-Maßnahmen funktionieren besser, wenn Gesundheit im Unternehmen als geteilter Wert kommuniziert wird – nicht als Leistungsprogramm oder Kontrollmaßnahme. secova etwa formuliert den eigenen Anspruch als Überzeugung: „Wir wollen ein gesundes Unternehmen sein." Diese Haltung beeinflusst, wie Mitarbeitende Angebote wahrnehmen und ob sie sie annehmen.

Fazit

Wer Bewegung strukturell in den Büroalltag integriert, statt auf Eigeninitiative zu hoffen, schafft die Voraussetzung dafür, dass Mitarbeitende gesünder arbeiten können. Das setzt keine großen Budgets voraus – aber es setzt voraus, dass das Angebot da ist, bevor der Schmerz groß genug ist, um selbst aktiv zu werden.

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